Bikes*, Christopher Street Day '19, CSD, Demo, Dyke*March, Dykes*, Streik, Uncategorized

2. und 3. August ’19 | Dyke* March und CSD

Dyke* March – Für mehr Lesbische Sichtbarkeit

Am Freitag liefen wir am diesjährigen, zum zweiten Mal stattfindenden Dyke* March in Nürnberg mit – eine Demo für mehr Lesbische Sichtbarkeit!
Wir sind begeistert von der guten Stimmung dieser Demo. Um die 500 Teilnehmer*innen zogen bunt und laut in der Abendsonne durch die Innenstadt von Nürnberg. Die Spitze bildeten wie immer die Dykes* on Bikes*.

Über den Dyke March Nürnberg (von dyke* march Nürnberg):
„dyke* steht bei uns für ‚Lesbe/queere Frau*/frauenliebende Frau*/genderqueere Lesbe‘, die stark und selbstbewusst ist.
Der dyke*march ist eine laute, farbenfrohe und fröhliche Demonstration von und für Lesben*, um ihre Themen, Interessen und politischen Forderungen öffentlich zu machen. Der dyke*march soll Lesben*power zeigen und dykes* im öffentlichen Raum und in der Gesellschaft sichtbarer machen.“
Hier könnt ihr euch Videobotschaften zum Dyke* March, von u.a. Andrea Kuhn anhören.

CSD – Schlechtes Wetter, harte Zeiten, für den Feminismus fighten!

Am Samstag waren wir mit einem Block zum feministischen Streik, Teil des CSD in Nürnberg.
Mit uns liefen 8.000 Menschen, meist in strömenden Regen, durch die Stadt!
Durch Transparente und laute Parolen machte unser kleiner aber dennoch sichtbarer Block von etwa 70 Teilnehmer*innen, dem lauten Wagen von Simens vor uns, Konkurrenz!

Aufruf zum radikalen CSD – vom FLINT*Komitee

Stonewall war ein Aufstand.
Wenn wir am Christopher Street Day zusammen auf die Straße gehen, begehen wir diesmal den 50. Jahrestag des Stonewall Aufstandes 1969. Das queere Publikum der Stonewall Bar wehrte sich an diesem Tag konsequent gegen die streng heterosexuellen Gesetze zu Kleidungs- und Geschlechterordnung, die regelmäßig auf brutale und korrupte Art und Weise von der Polizei durchgesetzt wurden. Es folgten mehrere Nächte der Unruhen um sich gegen die Unterdrückung zur Wehr zu setzen.
Heute feiern wir an diesem Tag unser Dasein und treten für ein befreites Zusammenleben ein, auch wenn der starke Ausdruck von Teilnehmenden wie der Firma Siemens oder den Parteien FDP und CDU den Eindruck erwecken könnten, dass es sich um eine neoliberale Partyveranstaltung handelt, die sich in keiner politischen Verantwortung oder Handlung sieht.

Reicht es uns, mehr Rechte in vereinzelten Bereichen zu bekommen um es uns ein bisschen bequemer im Kapitalismus zu machen?
Wenn währenddessen tausende an den Grenzen Europas ertrinken und Politiker*innen mit Worten Feuer legen?
Wenn wir meilenweit davon entfernt sind, aufgezwungene Geschlechterrollen zu überwinden?
Wenn Gewalt gegen Frauen, Queers und Minderheiten nach wie vor an der Tagesordnung sind?

Wir können unsere eigene Freiheit im Leben nicht ohne die aller Anderen denken.
Wir können uns mit kleinen Zugeständnissen nicht zufrieden geben, wenn wir immer noch in einer patriarchalen Gesellschaft leben, die im binären Denken von männlich und weiblich verharrt und weiblich zugeordnetes Verhalten und Leben abwertet und unterdrückt.

Queer-Sein bedeutet für uns mehr als Geschlecht und Sexualität, Queer verhält sich solidarisch und herrschaftskritisch, Queer will alles verändern. Queer will „eine Revolution starten, wenn es nötig ist“, so wie es wie Marsha P. Johnson, Aktivistin der Stonewall-Unruhen, formulierte.

Deshalb wollen wir dieses Jahr zusammen einen radikalen Ausdruck auf den CSD Nürnberg bringen, für den feministischen Streik 2020 und die Queer Revolution jeden Tag!

Das FLINT* Komitee

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