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7. März ’20 | Protest gegen den AfD Info Stand

Feministisch leben heißt kämpfen gegen Rechts

Am 7. März machten sich ein paar von uns vom Streikzelt zum Weißen Turm auf, um dort gemeinsam, dem Aufruf vom Bündnis Nazistopp folgend, gegen den AfD Infostand zu protestieren.

Die Rede einer Genossin von uns:
‚Am Sonntag ist 8. März, der internationale Frauenkampftag.
Dieser Tag steht für den Kampf, den wir jeden Tag kämpfen. Wir kämpfen gegen das Patriarchat und für Gleichstellung und fundamentale Rechte.
Umso wichtiger ist unser Kampf in Zeiten, in denen die AfD sexistische und rassistische Konzepte auf die Straße und in die Parlamente trägt.
In vielen Teilen der Welt geschieht derzeit ein rechter Backlash: Europa ermordet Geflüchtete auf dem Mittelmeer, Präsidenten profilieren sich über sexistische Äußerungen und in der BRD ist die sogenannte „politische Mitte“ inzwischen gerne bereit, mit Nazis zu regieren. Seit dieser Woche spricht sich sogar die Partei „Die Linke“ für parlamentarische Teilhabe der AfD aus.
Weltweit kommt es zu einem verstärkten Angriff auf Frauenrechte, der darauf abzielt, feministische Errungenschaften zunichte zu machen.
So fordert die AfD eine immense Verschärfung der deutschen Abtreibungsgesetze und setzt sich gegen die sexuelle Aufklärung an Schulen ein. Das bedeutet einen massiven Angriff auf das körperliche Selbstbestimmungsrecht von Frauen.
Darüber hinaus macht die AfD Stimmung gegen alle Lebens- und Liebensformen, die nicht der Hetero-Kleinfamilie entsprechen. Ganz im Sinne eines rechten Antifeminismus sehen sich die AfDler als Verteidiger sexistischer Rollenbilder. Die Forderung nach Abschaffung von Frauenquoten, Gleichstellungsbeauftragten und der Gender-Forschung sind zentraler Bestandteil ihres Programms. Ziel ist es, den Antifeminismus wieder salonfähig zu machen.
Vor allem aber instrumentalisiert die AfD gezielt Gewalt gegen Frauen für rassistische Argumentationen.
Unter dem Begriff der sogenannten „importierten Gewalt“ zeichnet die AfD ein Bild von der wehrlosen weißen Frau, die permanent von eingewanderten Männern belästigt, vergewaltigt oder ermordet wird.
Dadurch wird die eigene Verantwortung für sexistische Zustände in dieser Gesellschaft ausgelagert. Es wird übergangen, dass die größte Gefahr für sexualisierte Gewalt im eigenen sozialen Umfeld und der eigenen Wohnung liegt.
Wenn also Rechte für den Schutz von Frauen mobilisieren, dann geht es nicht um Frauenrechte, sondern um rassistische Hetze.
Wir werden nicht zulassen, dass die Rechte sich Gewalt an Frauen als Thema aneignet.
Wir werden nicht zulassen, dass die AfD uns für ihren Rassismus instrumentalisiert.
Wir setzen der menschenverachtenden Politik rechter Gruppen einen kämpferischen antirassistischen Feminismus entgegen.
Geht heute und morgen mit uns auf die Straße gegen Nazis und für den Feminismus!‘

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