8.März, feministischer Streik, Treffen

27. Januar: Vernetzungstreffen Sozial- und Erziehungsdienst

Feministisch Streiken

Tarifkampf im Sozial- und Erziehungsdienst – auch in Nürnberg!

Einladung zum Vernetzungstreffen: Unterstützung der Erzieher*innen, Sozialarbeiter*innen, Heilpädagog*innen

am Donnerstag, 27. Januar 2022, 20:00 Uhr, online

All die Tätigkeiten rund um Erziehung, Betreuung, Pflege und Haushalt werden meist von FLINTAs* (Frauen, Lesben, inter, non-binary, trans und agender-Personen) erledigt. Der größte Teil der Care-Arbeit erfolgt unentgeltlich, im privaten Umfeld/Haushalt. Als Erwerbsarbeit werden diese Tätigkeiten schlecht bezahlt. Personen, die in diesem Bereich ihr Geld verdienen, sind häufig überlastet. Oft wird Mehrarbeit verlangt. Der Personal­schlüssel wird von Profitüberlegungen bestimmt, nicht vom tatsächlichen Bedarf. Care-Arbeit ist die Arbeit mit Menschen. Wenn „gute Arbeit“ gemäß den Bedürfnissen der zu Betreuenden nicht möglich ist, ist dies extrem belastend.

Wir setzen uns für eine andere Organisation und Bewertung der Care-Arbeit ein, für eine
Care-Revolution! Warum sollten Erzieher*innen nicht genauso viel verdienen wie Progammierer*innen? Eine radikale Arbeitszeitverkürzung könnte jeder*jedem die Über-nahme von Sorgearbeit ermöglichen – und trotzdem hätte jede*jeder noch genügend freie Zeit.

Entlastung und mehr Verdienst in Sozial- und Erziehungsberufen – sofort!

Ein Schritt in diese Richtung können die Kämpfe um die Aufwertung der Tätigkeiten im Sozial- und Erziehungsdienst sein. Es ist eine Chance, in der Öffentlichkeit zu thematisieren, dass Sozial- und Erziehungstätigkeiten anspruchsvolle und für die Gesellschaft elementar wichtige Tätigkeiten sind, die eine entsprechende Wertschätzung (= höhere Bezahlung u.a.) erfahren müssen. Dadurch verändert sich auch die Bewertung der „privat“ geleisteten Sorgearbeit.  

Worum geht es in dieser Tarifrunde?

Die Entgeltordnung Sozial- und Erziehungsdienst ist ein Teil des Tarifvertrags im öffentlichen Dienst. Geregelt wird, mit welcher Ausbildung, Berufserfahrung und konkreten Tätigkeitsmerkmalen ein Anspruch auf eine bestimmte Eingruppierung besteht, die Grundlage für die Berechnung des Monats-Verdienstes ist. Der SuE Tarifvertrag ist auch der Rahmen, in dem Arbeitsentlastungen durchgesetzt werden können.

Konkret wird gefordert:

  1. Verbesserung der Arbeitsbedingungen, z.B.
    1. tarifvertraglich abgesicherte Arbeitszeiten für die Vor- und Nachbereitung
    1. Einführung von Entlastungstagen bei Mehrarbeit bzw. übermäßiger Arbeitsbelastung
  2. Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel, z.B.:
    1. „Ungelernte“ Beschäftigte erhalten einen Rechtsanspruch auf Ausbildung, also auf Qualifizierung zur Fachkraft
    1. Mehr Zeit fürs Lernen während der Berufsausbildung, bessere Bezahlung der Anleiter*innen
    1. Anerkennung der bei anderen Trägern erworbenen Berufserfahrung
  3. Finanzielle Anerkennung, z.B.
    1. Höhergruppierung, z.B. für Sozialassistent*innen, Kinderpfleger*innen, Sozialpädagog*innen und eines Teils der Erzieher*innen
    1. Bessere Bezahlung von Leitungstätigkeiten

Mehr Infos: https://mehr-braucht-mehr.verdi.de/tarifrunde-2022

Was könnten wir als Teil der feministischen Bewegung solidarisch tun?

  • Mit Aktionen in der Öffentlichkeit für die Forderungen werben, möglichst schon vor dem offiziellen Beginn der Tarifverhandlungen (voraussichtlich am 25.02.2022)
  • Plakate gestalten, Sticker, Fahnen, Luftballons …
  • Für Aktionen Künstler*innen / Musiker*innen gewinnen
  • Speziell Eltern ansprechen (Interessenkonflikt: Eltern sind auf die Betreuung der Kinder angewiesen …)
  • Umfrage zu den Forderungen organisieren
  • Bei der Planung des 8. März 2022 dieser Tarifauseinandersetzung einen zentralen Stellenwert einräumen
  • Und noch vieles mehr …. Wir wollen am 27. Januar 2022 auf unserem Online-Treffen viele kreative Ideen zusammentragen.
    Folgetreffen sind geplant. Wir möchten uns gerne mit Euch persönlich treffen. Sobald die Pandemie-Situation es zulässt, werden wir zu einem Präsenztreffen einladen.

Zugang zum Treffen: https://bbb.linxx.net/b/jul-poh-sre-rpp Pin: 302237, Pin: 302237, Telefoneinwahl: 034198997750 , Pin: 14 128

Personen, die sich für die Mitarbeit interessieren, aber am 27. Januar keine Zeit haben, können über die Mailadresse fq-streik-nbg@riseup.net Kontakt mit uns aufnehmen.

AG Arbeit des FLINTA* Komitee für einen feministischen Streik in Nürnberg

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